Die Drohnenverordnung – Was man vor dem Start wissen sollte

Drohnenverordnung

Damit aus Spaß nicht plötzlich bitterer Ernst wird, sollte man sich vor dem ersten Start einer Drohne mit den offiziellen Regeln des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) vertraut machen. Die Drohnenverordnung des BMVI ist seit April 2017 in Kraft und gilt für alle, die ihre Drohne außerhalb von speziellen Modellflugplätzen starten wollen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um eine günstige Einsteiger-Drohne handelt oder um eine Mini Drohne mit Kamera für Kinder.

Neben den ganz grundsätzlichen Regeln die für alle diese Drohnen-Modelle gelten, gibt es noch eine ganze Reihe von spezifischen Regeln, die je nach Bauart und Ausstattung der betreffenden Drohne wirksam werden.

# Update (24.12.2020):
Ab dem 01.01.2021 gilt die neue EU-Drohnenverordnung.
Bitte hier weiterlesen!

Die grundsätzlichen Regeln

Zu den grundsätzlichen Regeln zählt z. B. dass es untersagt ist, seine Drohne über eine Höhe von mehr als 100 Meter aufsteigen zu lassen. Wem die 100 Meter nicht ausreichen, der muss sich entweder auf einen zugelassenen Modellflugplatz begeben oder Inhaber einer Erlaubnis als Luftfahrzeugführer sein bzw. einen entsprechenden Kenntnisnachweis vorweisen können.

Darüber hinaus gibt es eine lange Liste von Lokationen, die generell nicht überflogen werden dürfen. Dazu zählen z. B. Bundesfernstraßen, Bahnanlagen, Naturschutzgebiete, Menschenansammlungen, Unglücksorte, Katastrophengebiete, Einrichtungen der Bundeswehr und Justiz sowie Anlagen von Energieerzeugern, um nur einige zu nennen.

Die spezifischen Regeln der Drohnenverordnung

Spezifische Regeln betreffen u. a. alle Drohnen, die mehr als 250 Gramm Startgewicht haben. Diese sind zunächst mal kennzeichnungspflichtig. Das heißt, dass sowohl Name als auch Anschrift des Besitzers gut sichtbar und dauerhaft an der Drohne angebracht sein müssen. Des Weiteren dürfen diese Drohnen nicht über Wohngrundstücke gesteuert werden. Es sei denn, der Grundstückseigentümer bzw. die Bewohner stimmen einem Überflug ausdrücklich zu.

Das gleich gilt auch für alle Drohnen, die eine Kamera an Bord haben. Auch diese dürfen nicht ohne Erlaubnis über Wohngrundstücke fliegen.

In vielerlei Hinsicht mögen Drohnen zwar als Spielzeug angesehen werden, aber sobald sie mit einer Kamera ausgestattet sind, sieht die Sache schon ein wenig anders aus. Neben der Drohnenverordnung greift dann auch noch die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Um auch dieser gerecht zu werden, bedarf es unter Umständen noch einer ausdrücklichen Zustimmung, wenn Personen mit der Kameradrohne gefilmt oder fotografiert werden sollen.

Unter diesem Gesichtspunkt könnte es insbesondere am Anfang ratsam sein, sich zunächst für eine Drohne ohne Kamera zu entscheiden. Es wären weniger Verordnungen zu beachten, was den Einstieg in die Drohnen-Fliegerei um einiges entspannter macht.

Das war nur ein grober Abriss der Drohnenverordnung. Dieser sollte aber genügen, um deutlich zu machen, womit man es als Drohnenpilot zu tun hat. Es ist also dringend zu empfehlen sich etwas eingehender mit der Materie zu beschäftigen.

Die wichtigsten Links dazu:

Klare Regeln für Betrieb von Drohnen (BMVI)
Drohnen und Datenschutz (Baker McKenzie)

Aber auch im Ausland gibt es Regeln. Jedes Land hat da so seine eigenen Vorstellungen vom Umgang mit Drohnen. Wer seine Drohne also mit auf Reisen nehmen möchte, sollte sich vorher gut informieren…

Quellen:
• Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur: “Klare Regeln für Betrieb von Drohnen” (13.12.2018)
• Holger Lutz und Michaela Nebel / Baker McKenzie: “Drohnen und Datenschutz” (15.08.2018)

Bilder:
• “Black and Red Quadcopter Drone” von Pok Rie / Pexels. Lizenz: Pexels Lizenz
• “Traffic Lights” von Designer Candies / Canva. Lizenz: One-time Use License


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.